SPACE INNOVATION CUP

Der Space Innovation Cup (kurz „Cup“) ist ein mehrphasiger Innovationswettbewerb mit Auswahlrunden, Pitchformaten und einer phasenweisen Finanzierung.

Ziel des Cups ist es, zukunftsweisende Ideen, Technologien und Konzepte im Bereich der Raumfahrt sowie angrenzender Innovationsfelder zu identifizieren und gezielt zu fördern.

In mehreren aufeinander aufbauenden Phasen stellen die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten unter Beweis. Mit zunehmender Systemreife steigen dabei auch die technischen Anforderungen und die Komplexität der Aufgaben.

Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt durch eine Jury aus ausgewiesenen und führenden Expertinnen und Experten des jeweiligen Themengebiets.

Countdown bis zum Bewerbungsschluss

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SPACE INNOVATION CUP Vol. 1

„Steuerung und Datentransfer von Drohnen über Satelliten“

Alles Wichtige auf einen Blick

  • Bewerbungsfrist: 13.09.2026 23:59 Uhr
  • FAQ-Webinar: 27.07.2026 11 – 12:30 Uhr: Hier geht es zum FAQ-Webinar
  • Bewerbung: Hier gelangen Sie zur Bewerbungsplattform des Cups

Kleine Drohnen kommen zunehmend in Industrie, Katastrophenschutz sowie sicherheitsrelevanten Anwendungen zum Einsatz. Ihre Einsatzmöglichkeiten werden jedoch häufig durch die begrenzte Reichweite bestehender Kommunikationssysteme eingeschränkt.

Ziel dieses Cups ist die Entwicklung innovativer Lösungen für die zuverlässige Steuerung und den Datentransfer kleiner Drohnen über Satelliten in (near) real time. Gesucht werden robuste, sichere und skalierbare Technologien, die eine leistungsfähige Satellitenanbindung bei möglichst geringem Gewicht, niedrigem Energieverbrauch und geringen Kosten ermöglichen.

Damit sollen neue Einsatzmöglichkeiten erschlossen und gleichzeitig die Innovationskraft der New-Space-Szene gestärkt werden

Was wird erwartet?

Ziel des Cups ist die Entwicklung einer Lösung zur Steuerung und Datenübertragung kleiner Drohnen über Satelliten. Als kleine Drohnen gelten Multicopter und Starrflügler, deren Anschaffungskosten überwiegend unter 10.000 Euro liegen.

Die Satellitenanbindung soll die Leistungsfähigkeit der Drohnen – insbesondere Flugzeit, Energiehaushalt und Nutzlast – möglichst nicht beeinträchtigen. Antenne sowie Sende- und Empfangseinheiten sollten daher kompakt, leicht und energieeffizient ausgelegt sein.

Darüber hinaus muss die Verbindung über Satellit zuverlässig funktionieren und einen sicheren Betrieb unter unterschiedlichen Wetterbedingungen sowie zu jeder Tageszeit ermöglichen. Die Lösung sollte zudem robust, skalierbar und praxistauglich sein.

Ziel ist die Entwicklung und Demonstration eines funktionsfähigen, robusten, miniaturisierten und kosteneffizienten End-to-End-Systems, das handelsübliche Drohnen über Satelliten steuert und Daten überträgt.

Erwartete Innovationsfelder

  • Miniaturisierte SatCom-Hardware für Kleindrohnen
  • Adaptive Latenzregelung für den Drohneneinsatz
  • Resiliente Missionen unabhängig von terrestrischen Kommunikationsnetzen
  • Neue Anwendungsfelder in Inspektion, Rettung, Logistik und Forschung

Wie läuft der Cup ab?

9. Oktober 2026

Erste Sichtung und Versand der Einladungen zum Pitch-Event

Nach einer ersten Sichtung der eingereichten Bewerbungen durch die Raumfahrtagentur wird eine Auswahl der Bewerber zum Pitch-Event eingeladen.

14. Oktober 2026

1. Pitch-Event

Die Bewerber haben 20 Minuten Zeit, ihren Lösungsansatz vor der Jury zu präsentieren. Im Anschluss wählt die Jury die Teilnehmenden für Phase 1 aus.

Oktober – November 2026

Vertragsabschluss und Mittelbereitstellung

Die ausgewählten Teams unterzeichnen die Teilnahmevereinbarung und erhalten die (Teil)Vergütung für Phase 1.

November 2026 – Mai 2027

Phase 1

In der sechsmonatigen Phase 1 entwickeln die Teilnehmenden ein detailliertes Konzept für das Design eines Prototyps.

Juni 2027

2. Pitch-Event

Die Teilnehmenden präsentieren der Jury die Entwicklungsfortschritte aus Phase 1. Anschließend entscheidet die Jury über die Zulassung zur Phase 2. Die ausgewählten Teams erhalten im Anschluss die (Teil)Vergütung für Phase 2.

Juni 2027 – Februar 2028

Phase 2

In der achtmonatigen Phase 2 entwickeln die Teams ihren Lösungsansatz weiter, führen Labor- und Feldtests mit funktionalen Prototypen durch und erbringen einen technischen Funktionsnachweis.

März 2028

3. Pitch-Event

Die Teilnehmenden präsentieren der Jury ihre Entwicklungsfortschritte aus Phase 2. Im Anschluss entscheidet die Jury über die Zulassung zur Phase 3. Die ausgewählten Teams erhalten anschließend die (Teil)Vergütung für Phase 3.

März – November 2028

Phase 3

In der achtmonatigen Phase 3 entwickeln die Teams ihren Lösungsansatz zu einer Pilotlösung mit hoher Marktreife (TRL 7–8) weiter. Dazu führen sie eine Pilotdemonstration in einer realen Einsatzumgebung durch.

Dezember 2028

Finale Bewertung und Demonstration

Im vierten Pitch-Event präsentieren und demonstrieren die verbliebenen Teams ihre finalen Ergebnisse vor der Jury. Auf dieser Grundlage wählt die Jury den Gewinner des Space Innovation Cup aus.

Bis zum 13. September 2026 können Sie Ihre Bewerbung über die Bewerbungsplattform des Cups einreichen.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden die eingegangenen Bewerbungen gesichtet. Eine Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber wird anschließend zu einem Pitch-Event am 14.10.2026 in den Räumlichkeiten des IQIB in Bad Neuenahr-Ahrweiler eingeladen. Die Einladungen werden spätestens bis zum 09.10.2026 versendet.

Im Rahmen des Pitch-Events haben die Bewerberinnen und Bewerber 20 Minuten Zeit, ihren Lösungsansatz vor der Jury zu präsentieren (10 Minuten Präsentation und 10 Minuten FAQ). Innerhalb einer Woche nach dem Pitch informieren wir Sie über die Auswahl der Teilnehmenden für Phase 1 des Cups.

Nach Unterzeichnung der Teilnahmevereinbarung beginnt die sechsmonatige Entwicklungsphase 1. Die ausgewählten Teams erhalten hierfür eine finanzielle Vergütung zur Umsetzung ihres vorgestellten Lösungsansatzes.

Nach Abschluss von Phase 1 reichen die Teilnehmenden einen Abschlussbericht sowie einen aktualisierten Arbeitsplan und eine aktualisierte Kostenschätzung ein. Diese Unterlagen bilden zugleich die Bewerbung für die nächste Phase des Cups. Die Teilnehmenden nehmen anschließend automatisch am nächsten Pitch-Event teil und präsentieren dort ihre Entwicklungsfortschritte.

Auf Basis des erreichten Reifegrades und des Innovationspotenzials wählt die Jury die Teilnehmenden für Phase 2 aus. Der Übergang in Phase 3 erfolgt nach demselben Verfahren.

Den Abschluss des Cup bildet ein öffentlichkeitswirksames Finale. Dort präsentieren die Teams ihre Ergebnisse in Form einer Demonstration vor der Jury und der Öffentlichkeit. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird außerdem das Gewinnerteam des Cup ausgezeichnet.

Wer kann teilnehmen?

Der Cup richtet sich an die New-Space-Szene, Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Forschungseinrichtungen sowie etablierte Unternehmen aus der Europäischen Union. Die Bewerbung eines Verbundes aus mehreren Einrichtungen/ Unternehmen ist möglich. Dabei tritt einer der Verbundpartner als verantwortlicher Hauptansprechpartner gegenüber der RFA auf. Nur Teilnehmende, die für Phase 1 ausgewählt wurden haben die Möglichkeit an Phase 2 und 3 teilzunehmen. Es können keine Neueinstiege inmitten einer Phase erfolgen.

Gesucht werden interdisziplinäre Teams mit Kompetenzen in den Bereichen

  • Drohnentechnik,
  • Satellitenkommunikation,
  • Cybersecurity,
  • Datenübertragung sowie
  • Steuerungs- und Regelungssysteme.

Die Cupdokumente und die Kommunikation erfolgen in deutscher Sprache. Auch die Pitch-Events finden in Deutschland an wechselnden Standorten statt.

Wie profitieren Teilnehmende?

Für jede Phase erhalten die Teilnehmenden eine finanzielle Vergütung. Diese beträgt

  • bis zu 100.000 Euro in Phase 1,
  • bis zu 200.000 Euro in Phase 2 und
  • bis zu 200.000 Euro in Phase 3.

Damit können Teilnehmende über den gesamten Cup hinweg eine Förderung von bis zu 500.000 Euro erhalten.

Darüber hinaus werden sie Teil des Netzwerks des Space Innovation Hub und profitieren von der Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand.

Jury

Eine unabhängige Jury aus ausgewählten Expertinnen und Experten entscheidet über die Zulassung der Teilnehmenden zu Phase 1 sowie über deren Weiterkommen in die nachfolgenden Phasen des Cup. Nach Abschluss des Cups kürt die Jury den Gewinner des Cup.

Dr. Ralf Ewald

Abteilungsleiter Zivile Sicherheit & Regulierungsaufgaben, Deutsche Raumfahrtagentur

Prof. Dr. Matthias Geissler

Vice President , IMST GmbH

Herr Andreas Heitmann

Managing Director, SpaceFounders

Herr Josef Kranawetvogl

Senior Vice President, STARK Defence

Dr. Jürgen Letschnik

Head of Program Implementation, Airbus Defence & Space

Dr. Dirk-Roger Schmitt

Business Manager Space & Security, DLR-Institut für Flugführung

Ein Mitarbeiter des Innovationszentrums der Bundeswehr

Herr Christian Ziach

Principal, High-Tech Gründerfonds

Weitere Informationen

Die technischen Richtlinien sowie die erwarteten Anforderungen und Meilensteine der einzelnen Phasen entnehmen Sie bitte den Cupunterlagen. Informationen zum Ablauf des Cups und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie in der Teilnahmevereinbarung.

Für die Einreichung Ihrer Bewerbung nutzen Sie bitte die Bewerbungsplattform des Space Innovation Cup.

Bitte verwenden Sie für Ihre Bewerbung ausschließlich die von uns bereitgestellten Bewerbungsvorlagen.

Kontakt

Pia Thauer
Wissenschaftliche Referentin und Projektleitung Space Innovation Cup, Deutsche Raumfahrtagentur
cup@spaceinnovationhub.de

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